Landschaft

Die Landschaft bringt erst das richtige Leben auf eine Modellbahn und läßt die wertvollen Züge erst im richtigen Licht erscheinen. So war es das Ziel, nicht zu viele Details vorzusehen, sondern das weitläufige des Landschaftsverlaufs darzustellen. Gleichwohl sind einige hervorzuhebende Einzelobjekte erwähnenswert. Neben dem schon vorher angesprochenem Bergmassiv und dem Biergarten mit Wallfahrtskirche, ist dies eine 3-feldrige Eisenbahnbrücke über ein Flußbett. Sie ist nach einem eigenen Entwurf eines unserer Brückenbauer aus Messingblechen und -profilen zusammengelötet worden. Auf vorbildgetreue Proportionen wurde großer Wert gelegt.

Genauso viel Beachtung verdient der Marktplatz über der Wendeschleife vor dem ländlichen Endbahnhof. Er ist mit vielen Marktständen, Figuren und Autos aus den 60er Jahren zu einem lebendigen Zentrum geworden.

Unter unserem städtischen Bahnhof ist eine Straßenbahnhaltestelle mit Zugang zu den Bahnsteigen nachgebildet. Die Beleuchtung erfolgt ebenso wie die Bahnsteigbeleuchtung mit echten Leuchtstofflampen (3 mm Ø)

Ein Blickfang ist auch unser Sportzentrum mit Tennis-, Minigolf- und Golfplatz. Leider hat der Platz nur für 2 Loch gereicht.

Die Landwirtschaft ist unter anderem auch mit einem Selbstbauprojekt eines Hopfengartens vertreten. Weitere Eigenbauten sind eine Nachbildung einer Schleuse des historischen Ludwig-Main-Donau Kanals sowie eines Allgäuer Bauernhauses.

Den Gesamteindruck der Anlage prägt der weitläufige Landschaftsverlauf. In der Fachliteratur sind schon die vielfältigsten Bauformen beschrieben worden. Wegen des leichten Gewichts, der einfachen Bearbeitung und auch der Möglichkeit nachträglicher Veränderungen, haben wir uns für die Styroporbauweise entschieden. Sie hat bei der Miga gewissermaßen Tradition und ist auf allen Anlagen bisher verwendet worden. Bei der Modulanlage wurden die Räume zwischen den Trassenbrettern und den Rahmen mit Styropor lagenweise aufgefüllt. Dabei wurde schon beim Einbau versucht die spätere Kontur der Landschaft herzustellen. Der Vorteil liegt in der Freiheit der Formgebung. Durch sägen und feilen kann jede gewünschte Form erzeugt werden, mißratene Stellen können jederzeit repariert werden.

Aber auch eine sehr realistische Gestaltung von Felswänden läßt sich herstellen. Ein gutes Beispiel ist das Bergmassiv des Eckmoduls Über den Abstellgleisen wurde in der beschriebenen Form aus Styroporteilen der Rohbau des Berges hergestellt. Die Felsstruktur wurde dann aus Gips mit einem Zusatz Weißleim geformt und mit einer Spachtelkelle nur dünn auf dem Styropor aufgetragen. Nach dem Aushärten wird aus einer Mischung verschiedener Plaka-Farben und der Verwendung eines groben Borstenpinsel den Felsen die richtige Farbstruktur verabreicht.

Statt einer selber gespachtelten Felspartie bietet es sich auch an Felsabdrücke einer Gummi-/Silikonform aus Gips auf das Styropor zu kleben. Solche Formen sind mittlerweile von verschiedenen Herstellern erhältlich und sind auch bei einem Modul verwendet worden.

Die zu begrünenden Flächen werden anschließend mit stark verdünntem Ponal Klebstoff bestrichenen Grasmatten beklebt. Stoßlücken und Übergänge können mit aufgeklebten Fasern gut kaschiert werden.

Eine abwechslungsreiche Vegetation läßt sich durch die mittlerweile in unterschiedlichster Form angebotenen Gräser, Moose und Bäume zusammenstellen. Gerade hier können noch ständig Nacharbeiten und Detailverbesserungen ein Betätigungsfeld für die Landschaftsgestaltung an einer für fertig gehaltenen Anlage abgeben.

Auch in den nächsten Jahren werden wir sicherlich durch neue Erweiterungen der Anlage für weitere Überraschungen unserer Besucher sorgen können.