Gleis- und Signalanlagen

Die Anlage wird im allgemein üblichen 2-Leiter Gleichstromsystem im Analogbetrieb eingesetzt, da dies das weitest verbreitetste System ist und den Einsatz von Modellen fast aller Hersteller erlaubt. Damit sind auch Fremdfahrzeuge von Clubmitgliedern ohne den Einbau elektronischer Bausteine einsetzbar.

Als Gleissystem wird das Roco-Line Gleis mit Schotterbettung verwendet, das bei einer niedrigen Profilhöhe und einem sehr realistisch gestalteten Bettungskörper einen vorbildgetreuen Eindruck macht. Das aufwendige Einschottern der Schwellen kann damit entfallen. Vor dem Einbau wurde die Bettung noch mit einem Granitspray behandelt und anschließend mit brauner Farbe aus der Spritzpistole leicht abgetönt. Aber auch beim Übergang zwischen den Modulen zeigen sich die Vorteile einer lückenlosen Verbindung dank der flexiblen Bettung.

Vielen Besuchern wird aber der außerordentlich leise Lauf der Züge in Erinnerung sein. Er konnte durch einen entsprechenden Aufbau der Gleise auf dem Anlagenkörper erreicht werden, ohne daß am serienmäßigen Antrieb der Lokomotiven etwas verändert wurde. So wurden auf die Trassenbretter aus Holz, eine im Baustoffhandel in Form von Rollen erhältliche 5 mm dicke Trittschalldämmung Sempatap aufgeklebt, worauf dann wiederum der Bettungsrost des Roco-Line Gleis verklebt wurde. Auf Nägel oder Schrauben zwischen dem Trassenbrett und dem Schwellenkörper kann damit verzichtet werden, so daß keine Schallbrücke zwischen den einzelnen Bauteilen vorhanden ist.

Auf der freien Strecke wird der Betrieb über eine selbst entwickelte Blockschaltung gesteuert. Sie beinhaltet eine Regelung des Fahrstromes für ein sanftes Abbremsen und Anfahren der Züge vor den Signalen und ist für den Wendezugbetrieb geeignet.

Zwischen den Modulen wird durch eine genormte Kabelverbindung mit Mehrfachsteckern aus dem Elektronikfachhandel der Fahr- und Steuerstrom weitergeleitet.

In dem ländlichen Endbahnhof wird über ein ASC 2000 Fahrgerät von Roco der Zugverkehr manuell gesteuert. Dabei wird der Fahrstrom abschnittsweise über Signale bzw. Taster für die jeweilige Fahrstraße zugeschaltet. Wegen des Nebenbahncharakters ist diese einfache Steuerung ohne elektronischen Aufwand ausreichend.

Die Weichen im ländlichen Bahnhof werden über die mittlerweile nur noch als Auslaufmodell erhältliche Magnetartikelsteuerung (MCS) von Roco angeschaltet und von einem Gleisbildstellwerk aus bedient. Damit kann die Weichenlage und die Signalstellung übersichtlich auf einem Abbild des Spurplan dargestellt werden.

Im großstädtische Kopfbahnhof werden Ein- und Ausfahrten automatisch gesteuert, nur der Rangierbetrieb wird von Hand gefahren.

Aufgrund der komplexen Gleisanlagen im großstädtischen Bahnhof ist eine rein händische Steuerung des Betriebsablaufs nicht mehr möglich. Der Fahrbetrieb kann nur mehr über Fahrstraßen gesteuert werden. So werden die Weichen, Signale und Fahrstromabschnitte über eine digitale Steuerung gestellt. Wir haben uns für das Selektrix System mit PC-Unterstützung entschieden und verwenden Komponenten von MÜT (Zentrale und Steuermodule) und das ST-Train Programm von MTTM.

Doch noch ein Wort zu den Signalen. Sie sind auf der freien Strecke wie beim Vorbild überwiegend als Lichtsignale ausgebildet, da diese im Selbststellbetrieb läuft. Hier hat Brawa sehr vorbildgetreue und filigrane Signale in seinem Programm. Im ländlichen Bahnhofsteil sind wegen der dort meist noch vorhandenen mechanischen Signaltechnik Formsignale eingebaut. Für einen vorbildgetreuen Bewegungsablauf werden sie über motorische Antriebe geschaltet und haben daher einen langsamen Bewegungsablauf der Signalflügel.