Beschreibung der HO Modellbahnanlage

Für den Bau der Modellbahnanlage waren ursprünglich zwei Gesichtspunkte maßgebend: einmal bestand der Wunsch, nicht zu große, aber allgemein bekannte Bahnanlagen im Augsburger Raum nachzubauen, zum anderen sollte auch die leistungsfähige Eisenbahn mit ihrer modernen Signaltechnik dargestellt werden. So fiel die Wahl auf den Vorstadtbahnhof Augsburg-Hochzoll mit der markanten 2-gleisigen Eisenbahnbrücke über den Lech (ca 90 m Spannweite, im Modell 1 m).

Dieser Bahnhof liegt an der hochbelasteten Strecke München-Augsburg und ist Abzweigbahnhof für die eingleisige Strecke nach Ingolstadt. Mit seiner seltenen Keilform bietet er zusätzlich ein interessantes Gestaltungselement. So präsentierte sich die Anlage in einer Ausstellung zum 25-jährigen Jubiläum im Jahr 1973 - zwar noch ohne Oberleitung, aber bereits mit einem voll funktionfähigen Stellwerk in Relaistechnik, das noch heute in Betrieb ist. Als die MIGA dann 1978 wesentlich größere Räume beziehen konnte, lag es nahe, diese ursprüngliche Konzeption zu erweitern. Da sich vor allem gezeigt hatte, daß der Bf Hochzoll nicht allzu große Variationsmöglichkeiten im Betriebsablauf bietet, wurde zum einen ein Wendegleis für Triebwagen und Wendezüge in der Kehrschleife "München" angeordnet, zum anderen in die Strecke nach Augsburg - unter Verlängerung der Anlage um 12 m - ein größerer Personenbahnhof mit abzweigender zweigleisiger Strecke und parallel dazu ein größerer Rangierbahnhof eingefügt.